05. Dezember 2003, 11:27 Uhr, PascaleDie Sonne wurde gestohlen eines Morgens bin ich aufgewacht,
habe meine Augen aufgemacht,
Oh weh, ich kriegte einen Schreck
die Sonne, die schöne Sonne ist weg!
auf der Strasse die Leute sie rennen
die einen empört, die anderen flennen
wer war so dreist und so verwegen
wer hat die Sonne weggegeben
eine Stimme dröhnt vom Himmel
hinunter in das Menschen Gewimmel
ihr Menschenpack wie könnt ihr nur
zu schänden und töten die Natur
Krieg herrscht bei euch wohl immerdar
da wird mir schlecht, das ist ganz klar
legt erst Eure Waffen nieder
dann kriegt ihr Eure Sonne wieder
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schweissgebadet wach ich auf
erleichtert mach ich das Fenster auf
dort hinten am Horizont seh ich Licht
aber die Sonne ist es nicht!
© Pascale Eigensatz
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05. Dezember 2003, 11:21 Uhr, PascaleZwiegespräch mit dem Sensenmann Als ich trabte über einen Steg
kreuzte ich unverhofft seinen Weg
'Wer bist Du, ich kenne Dich nicht?'
Er sodann zu mir spricht:
'Ich bin der altbekannte Sensenmann
vorbei komme ich dann und wann
immer zwischen Euch ich wandel
aber niemals mit Euch handel
Ich beschneide der Menschen Leben
wurde es ihnen nur leihweis' gegeben.'
Ich frage: 'Und das Dir gefällt?
gibt es nichts andres, das Dein Dasein erhellt?'
'Mädchen, Dein Urteil macht mich traurig
wieso ist der Tod für Dich so schaurig
manchmal kann ich erlösend sein
manch gepeinigte Seel befrein
Meine Arbeit, die mach ich gut
gebe manch Leidendem wieder Mut.'
'Aber auch die Jungen aus dem Leben reisst
weisst Du denn nicht, was das heisst?'
'Doch, es sind die Angehörigen, die leiden
wenn ich muss blühend Leben beschneiden
aber der Tod ist ein Anfang, kein Ende
er bedeutet für die Seelen eine Wende
Nicht mehr gefangen im Körper und frei
nicht mehr Schwerkraft spüren wie Blei
tun und lassen, was man gerade will
nicht mehr erleiden der Welten Unbill!'
Der Tod, er lächtelt mir ins Gesicht:
'Mädchen, bitte fürchte Dich nicht!'
Dann führt er mich mit sich fort
in ein neues Leben, an einen anderen Ort.
© Pascale Eigensatz
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05. Dezember 2003, 11:16 Uhr, PascaleTraumpferdeSiehst Du das nachtschwarze Pferd
das galoppiert über die schlafend Erd
Es ist jeden Abend hier
bringt die bösen Träume Dir
Siehst Du das tagweisse Pferd
das galoppiert über die wachend Erd
Es ist jeden Morgen hier
bringt die guten Träume Dir
Sie bringen Träume süss und bitter
bringen den Tagtraum von Prinz und Ritter
bringen den monströsen Albtraum in der Nacht
haben über die Träume grosse Macht
Die Wilden kannst Du niemals fangen
kannst nur in ihre Träume gelangen
kannst niemals auf ihnen reiten
doch immer werden sie Dich begleiten
© Pascale Eigensatz
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02. Dezember 2003, 20:43 Uhr, PascaleFreier GeistLichtbeschienen
Kopferhoben
Leuchtendes Auge
Regenbogenfarbig
Kräftigstolz
Scheinendes Horn
Ich bäume mich auf
und galoppiere davon
(c) Pascale Eigensatz
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